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Revolutions-Rückblick (1)

Kurt Tucholsky


Lingua: Tedesco


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(Bertolt Brecht)
Eine Frage
(Kurt Tucholsky)
Nach der Schlacht
(Kurt Tucholsky)


[1919]
Versi di Kurt Tucholsky, pubblicati come Kaspar Hauser (uno dei suoi 4 pseudonimi) su Die Weltbühne del 6 novembre 1919
Musica di Hanns Eisler
Interpretata da Ernst Busch nel suo disco “Ernst Busch Singt Tucholsky Und BrechtDeutsches Miserere

Ernst Busch Singt Tucholsky Und Brecht – Deutsches Miserere

Prima parte della “retrospettiva” di Tucholsky sulla Rivoluzione tedesca, schiacciata nel sangue tra gennaio (quando vennero assassinati Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht e molti altri dirigenti spartachisti) e maggio del 1919 (quando cadde anche la Repubblica dei Consigli di Monaco).
L’intento di Tucholsky è ancora quello di cercare di tenere viva la debole fiamma della speranza, contro l’onda montante della destra, contro l’ipocrisia dei socialdemocratici, contro il ritorno in pompa magna della casta militare, con in testa quel Ludendorff che fu contemporaneamente tra i responsabili della disfatta tedesca nella Grande Guerra, lo stratega dell’annientamento della Rivoluzione ed uno dei teorici del nascente nazional-socialismo...
Ich schau zurück. Die Pressegenerale
ergriff vor einem Jahr der große Schreck.
Die O H L verstummt mit einem Male.
Vorbei. Die Phrase lag im Dreck.
Vorbei die Pläne und die dicken Thesen,
vorbei die plumpen Renommisterein –
Behüt dich Gott, es wär zu schön gewesen,
behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Soldaten vor! Der Kaiser hat verzichtet.
Nun wolltet ihr alleine weiter sehn.
Das ist im Leben häßlich eingerichtet,
dass bei den Eberts gleich die Noskes stehn.
Kaum ist das Land von einer Pest genesen,
fällt es mit Grazie in die nächste rein –
Behüt dich Gott, es wär zu schön gewesen,
behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Wir dachten schon: Jetzt gilts den Offizieren!
Wir dachten schon: Hier wird nun Ernst gemacht.
Wir dachten schon: Man wird sich nicht genieren,
das Feuer brennt einmal ... es ist entfacht ...
Wir dachten schon: Nun kommt der Eisenbesen ...
Doch weicht der Deutsche sich die Hosen ein –
Behüt dich Gott, es wär zu schön gewesen,
behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein!

Kommt diesem Lande niemals denn ein Retter?
Die graue Regenluft weht naß und fahl.
Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter:
Fahr wohl, fahr wohl, November-Ideal!
Denn erstens kostest du zu hohe Spesen,
und zweitens singt ihr noch die Wacht am Rhein –
Tatü-tata – es wär zu schön gewesen,
behüt dich Gott, es hat nicht sollen sein!

inviata da Bernart Bartleby - 14/12/2014 - 21:42


La seconda parte della riflessione di Tucholsky sulla Rivoluzione di Novembre, pubblicata nel 1920 sulla rivista Freie Welt sotto lo pseudonimo di Theobald Tiger.
La propongo a commento per completezza e perchè ignoro se sia mai stata messa in musica.



Tutto è tornato come prima, anzi, è molto peggio... La casta militare è tornata all’antico splendore... Tutto è come sempre stato: ti sbattono in prigione senza tanti complimenti e la gente ha paura... La Corte Suprema non conta (o non fa) nulla...



Sulla Germania aleggiano tristi figuri come Karl Theodor Helfferich - politico conservatore ferocemente antirepubblicano - e Erich Friedrich Wilhelm Ludendorff, il generale che fece da ponte tra Secondo e Terzo Reich...



E Karl Liebknecht, uno dei leader della Rivoluzione, è morto ammazzato: per questo è vivo.

REVOLUTIONS-RÜCKBLICK

Das war eine deutsche Revolution:
Eine mit Organisation,
eine mit Stempeln und Kompetenzen –
beileibe nicht mit wilden Tänzen
um Guillotinen –
Nee, über Ihnen
aber auch! Das ist des Landes nicht der Brauch!
Denn «das Aufstellen solcher Maschinen ist allen Roten
auf öffentlichen Plätzen bei Strafe verboten!
(gez.) Piesecke. Kommissar.»

Alles so, wie es einstmals war.
Eigentlich: noch viel schlimmer.
Offiziere im alten Waffenschimmer.
Jeder: 1 Pferd. Die Höhern: 2.
Die Republik hats ja – dideldumdei!

Alles so, wie es immer gewesen.
Ins Gefängnis ohne viel Federlesen
mit all dem Volk, das unbequem.
Staatsgerichtshof? Es ist nicht an dem.
Unsere Führer ermordet. Schläge ... Geschrei ...
Helfferich wünscht sich den Kaiser herbei.
Über all dem der Ausreißer Ludendorff schwebt.
Liebknecht ist tot.
Und sowas lebt.

Bernart Bartleby - 14/12/2014 - 22:15



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